Was bedeutet Resilienz?
Der Begriff beschreibt die Fähigkeit eines Menschen Stress, Krisen oder Rückschläge zu bewältigen, ohne langfristig Schaden zu nehmen. Resilienz hilft dabei, sich nach schwierigen Erfahrungen wieder zu erholen und innerlich stabil und handlungsfähig zu bleiben. Sie ist die psychische Widerstandskraft und hängt von persönlichen Einstellungen wie Zuversicht, Selbstwirksamkeit und Problemlöse-Fähigkeit ab, aber auch von stabilen sozialen Beziehungen.
Resilient sein heißt nicht, immer mehr auszuhalten. Dazu gehört auch, zu erkennen, was zu viel ist. Grenzen zu setzen. Und Unterstützung anzunehmen.
Was uns stärkt
Wir sind mehr als unsere Gedanken. Wie es uns geht, spüren wir im Körper. Und wir erleben es im Miteinander mit anderen Menschen.
Grüne Resilienz verbindet diese drei Ebenen – psychisch, körperlich, sozial – mit der Zeit in der Natur. Erst zusammen ergeben sie Stimmigkeit. Auch darauf baut NaturStruktur auf.
Psychisch: Gedanken und Gefühle
Eine Entscheidung, eine Veränderung, Gedanken, die immer wiederkehren. Manches nimmt viel Raum in uns ein.
Draußen bekommt es einen anderen Rahmen. Wir schauen in Ruhe hin. Ich höre zu, frage nach und unterstütze dich dabei, Gedanken zu ordnen, Gefühle wahrzunehmen und eigene Möglichkeiten zu erkennen.
Was beschäftigt mich gerade – und was davon braucht wirklich meine Aufmerksamkeit?
Körperlich: Bewegung und Entspannung
Wie es uns geht, zeigt sich auch im Körper: in Anspannung, Müdigkeit, dem Wunsch nach Bewegung oder nach Ruhe.
Gehen, innehalten, mit allen Sinnen wahrnehmen. Angeleitete Entspannungsübungen helfen dir, anzukommen und loszulassen. Tempo und Weg richten sich nach dir.
Entspannung darf für sich stehen. Du musst keine Frage mitbringen, um dir diese Zeit zu nehmen.
Was würde meinem Körper gerade guttun?
Sozial: Verbindung und Grenzen
Menschen, die uns zuhören und zur Seite stehen, stärken uns. Eigene Stärke und Unterstützung durch andere schließen sich nicht aus.
In Paarbegleitung und Kleingruppen ist Raum für Zuhören, Austausch und gemeinsames Erleben. In der Einzelbegleitung kann dein Miteinander mit anderen ebenfalls Thema sein. Eigene Bedürfnisse und Grenzen gehören immer dazu.
Welche Unterstützung wünsche ich mir – und wem könnte ich das sagen?
Wie die drei Ebenen zusammenwirken - an einem Beispiel:
Angenommen, du überlegst, ob du eine weitere Aufgabe übernehmen sollst.
- Psychisch: Was spricht dafür, was dagegen? Welche Erwartungen spielen mit?
- Körperlich: Wie viel Kraft ist gerade da? Was sagt dir dein Körper?
- Sozial: Mit wem müsstest du etwas besprechen? Wer könnte dich unterstützen?
Was stärkt dich, was belastet dich, was ist dir wichtig? Wir schauen gemeinsam hin. Die Entscheidung, was für dich stimmig ist, bleibt bei dir.